Mache ich genug?

Naja, das kann man so oder so sehen. Klar, man kann immer mehr machen, je nachdem welches Ziel man verfolgt. Es gibt aber auch Gelegenheiten oder Situationen, wo weniger durchaus mehr ist. Die Kunst dabei ist, für sich selbst zu erkennen, wann etwas genug ist: z.B. dass der Text jetzt so fertig ist, das Konzept in sich stimmig und es dieses Jahr schon genug Meetups waren, an denen man teilgenommen hat. Ansonsten kommt man in eine Spirale, die kein Ende findet. Weil immer etwas fehlt, anders gemacht werden könnte oder es noch eine interessante Veranstaltung gibt, die man besuchen sollte.

Diese Frage lässt sich so pauschal nicht beantworten. Denn hinter diesem einfachen Satz  „mache ich genug?“ schwingt ja bereits eine Bewertung mit, nämlich die, dass ich meine, nicht genug zu machen.

Und da sind wir schnell beim Thema Glaubenssätze, innere Stimme, etc. Doch darum geht es mir jetzt nicht. Mein Fokus liegt schlicht darauf, wie ich mit dieser immer wiederkehrenden Frage im Business-Alltag umgehe.

Für mich hat es sich bewährt, dieses „genug“ im jeweiligen Einzelfall zu hinterfragen und mit Hilfe von W-Fragen konkret zu benennen.

Was stört mich noch an dem Text? Wo fehlt etwas?  Was genau?

Welcher Aspekt/Maßnahme könnte das Konzept noch besser machen in der Umsetzung?

Welche Veranstaltungen sollte ich besuchen, um das und das zu erreichen?

Diese Art von Fragestellung verlangt danach, sich die Sache noch mal genau anzusehen, zu hinterfragen, Daten zu sammeln und mit dem Ziel abzugleichen.

Und dann ist auch schnell klar, ob und falls ja, was noch zu tun ist. Denn ich entscheide auf Basis von Daten und Fakten und lasse mich nicht nur emotional leiten bzw. verleiten.

 

Schreiben ist für mich…

Ein paar Gedanken zum Schreiben #28TC

eine Tätigkeit mit zwei völlig unterschiedlichen Seiten. Die eine mag ich sehr, die andere vermeide ich wenn es irgendwie geht.

 

Wann ich das Schreiben mag:
Wenn ich morgens in mein Journal schreibe, einfach so drauf los, schauen, was kommt. Und dann beobachten, wie sich die Gedanken ihren Weg suchen, wie Ideen aufpoppen und sich weiterspinnen. Spüren wie Energie frei wird, Vorfreude entsteht und Lust darauf sofort anzufangen. Das ist einmalig, diese Aufbruchstimmung kenne ich sonst nur am Ende von Aufräum-Aktionen, bei denen ich alten Ballast loslasse und damit Platz schaffe für neues. Mein tägliches Schreiben ist perfekt so wie es ist und wie ich es auch praktiziere. Absolut passend für mich als wichtige Routine des Tages. Da macht es auch nichts, wenn ich es mal einen Tag auslasse. Ich weiß ja, dass mein Journal jederzeit für mich da ist.

 

Wann ich das Schreiben nicht mag:

Wenn ich Schreiben soll oder muss, weil es von mir erwartet wird. Mir kommen dann alle in den Sinn, die so scheinbar mühelos ihre Texte, Blogbeiträge, Bücher, Posts usw. veröffentlichen. Ob dem wirklich so ist, weiß ich nicht.

Natürlich würde auch ich gerne mehr posten, spannende Newsletter schreiben oder gar Blog-Artikel. Meist scheitert es daran, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll. Ich müsste mir Zeit einplanen, und klar, es dauert immer viel zu lange. Um es kurz zu sagen: mir fehlt die Motivation.
Warum? Wahrscheinlich weil ich mir vorher nicht konkret genug überlegt habe, was ich mit dem Schreiben bzw. dem Output bewirken will. Was ist der Nutzen? Wofür mache ich mir die Arbeit? Vermutlich wäre ich motivierter bei der Sache, wenn ich ein klares Bild dazu im Kopf hätte. Z.B. ein Bild von einer Leser*in, die sich gerade sehr freut, weil ihr mein Newsletter eine nützliche Info geliefert hat. Oder sich vorzustellen, dass ein Leser einen Tipp von mir direkt umgesetzt hat, weil er ihn gut fand/noch nicht kannte/oder er ihn gerade im richtigen Moment gesehen hat.

Was mich von dieser Art zu Schreiben auch abhält ist meine Ungeduld, gepaart mit meinem Perfektionismus. Natürlich soll so ein Text oder Newsletter schnell gehen (was auch immer das konkret bedeutet) und perfekt sein. Zusätzlich geistert immer noch eine völlig falsche Zeitschätzung in meinem Kopf herum. Klingt so „ich setz mich jetzt mal schnell hin und schreib das einfach so runter und fertig is“. Das ist natürlich völlig schräg, so arbeiten wohl die wenigsten. Noch nicht mal professionelle Redakteure. Vermutlich sind sie schon deutlich schneller im Anfangen, strukturieren und formulieren, denn sie haben auch viel mehr Übung als ich. Ich vergleiche hier Äpfel mit Birnen. Wenn ich mehr schreibe, werde ich auch schneller werden und meine Gedanken schneller in Worte fassen können. Beim Sprechen kann ich das recht gut, aber direkt Schreiben fällt mir schwer. Ich könnte es mal mit diktieren versuchen, und schauen, wie dann das Ergebnis aussieht.